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Trauerrede für Wolfgang Eder 
30. April 1940 – 28. Februar 2026

Wir nehmen Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen, von einem engagierten Vereinskameraden, von einem verlässlichen Wegbegleiter und von einem Baumeister im wahrsten Sinne des Wortes.

Wolfgang Eder trat am 1. Februar 1980 mit seiner Familie in den Reit- und Fahrverein Ludwigsburg Oßweil ein. Was damals mit der Pferde- und Reitbegeisterung  seiner Tochter Tanja begann, wurde schnell zu einer lebenslangen Aufgabe und Leidenschaft für unseren Verein. Obwohl er selbst nie aktiver Reiter war, wurde er zu einer der tragenden Säulen unseres Vereinslebens.

Als Dipl.-Ingenieur war er der Baumeister unserer Reitanlage im Riedle 6. Vom Hallenbau im Jahr 1984 über den Stallbau, Stallerweiterung mit Bergehalle 1997, den Paddockbau, den Außenplatz, bis hin zur Hallendacherneuerung mit Anbau im Jahr 2018 – überall finden sich seine Handschrift, seine Fachkenntnis und sein unermüdlicher Einsatz. Sein Wirken ist bis heute sichtbar – in Stein, in Holz, in Plänen, Statiken und Fundamenten.

Und selbst als seine Gesundheit ihn bereits einschränkte, ließ er es sich nicht nehmen, innerhalb weniger Tage noch den Genehmigungsantrag für das Betonfundament der Miste zu erstellen. Das verdient höchsten Respekt. Es zeigt, wie sehr ihm „sein“ Verein am Herzen lag – bis zuletzt.

Von 1980 bis 1995 war er Mitglied des Vorstands, 1996 für ein Jahr 2. Vorsitzender und von 1997 bis 2007 1. Vorsitzender. Ab 2018 war er tätiger Ehrenvorsitzender. Seine letzte Sitzung, an der er teilnahm, war am 26. Oktober 2018 – und er war von Weissach im Tal kommend, der mit der längsten Anreise. Auch das sagt viel über seine Verbundenheit aus.

Über viele Jahre engagierte er sich in der Turnierleitung, führte Gespräche mit Ämtern und Genehmigungsstellen und pflegte stets ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zur Stadt. Er war ein Brückenbauer – zwischen Verein und Behörden, zwischen unterschiedlichen Meinungen, zwischen Generationen. ……und bei den Vereinsfesten konnte man auch immer mit seiner Teilnahme rechnen.

Gerade in hektischen Zeiten zeichnete ihn seine Ruhe und Besonnenheit aus. Er suchte nicht die schnelle Lösung, sondern den tragfähigen Konsens. Er hörte zu. Er dachte nach. Und wenn er sprach, hatte sein Wort Gewicht.

Wir verlieren mit ihm einen klugen Kopf, einen zuverlässigen Mitstreiter und einen Menschen, der Verantwortung nicht gescheut, sondern getragen hat.

Lieber Familie Eder, liebe Trauernde

seien Sie gewiss, solange die Reitanlage Im Riedle steht , wird der Name Wolfgang Eder nicht vergessen werden.

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